Rereading: Schrift und Doxa in den Social Media

Vorüberlegungen zu Diversität und Hierarchie

Gerade beschäftige ich mich mit den Auswirkungen von steilen Hierarchien auf die Diversität von Ideen. Dabei vollzog sich ein rereading eines Aufsatzes anlässlich einer Festschrift für den Kulturhistoriker Wolfgang J. Weber.

„Schrift und Doxa in den Social Media. Annäherungen an ein Quellenkorpus“

„Im Internet fehlen diejenigen, die ihre Mitmenschen aus Qualitätsgründen abhalten Autor zu werden.“ „Es geht um das Erstellen der écriture parallele oder anders gesagt, es geht um die schriftliche Fixierung des Lebensvollzugs. In der Schrift wird, für alle sichtbar und lesbar, das eigene Leben fixiert. Vilem Flusser würde davon sprechen, dass es ein Schreiben gegen die „Einsamkeit des Todes“ ist. Ob man soweit in der Einschätzung gehen möchte, sei dahingestellt. Aber die wohl wichtigste Eigenschaft dieser neuen Schriftlichkeit ist diese Sublimierung des eigenen Lebensvollzugs durch die ecriture parallele. Das Leben, der Lebensvollzug bleibt wie eh und je verschwunden. Was bleibt ist seine publizierte écriture. Sie ist nur Text und überdauert das Leben. Für die Texte der verschwundenen Autoren zählt nur, was gesagt wird, nicht von wem. Dank der Social Media sind die Menschen im besten Sinne Foucaults die flüchtigen-flüchtenden (Lasten-) Träger der Diskurse geworden.“

Download von Schrift und Doxa in den Social Media

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