CDU-Diagnose: Quaternio Terminorum

Auf meinen Gedankenspaziergängen beobachte ich gerne die politische Situation in einem Deutschland, das niemand mehr versteht. So flaniere ich, so spreche ich. Meine Gespräche mit CDU-Mitgliedern, meine Lektüre von FAZ-Artikeln und Meldungen auf der CDU–Website etc. etc. lassen mich eine erstaunliche Diagnose stellen: Herr Merz und seine Entourage unterliegen einem äusserst kuriosen logischen Fehlschluss, der mitunter humoristische Züge aufweisen könnte, wäre die Lage nicht so ernst. Es ist ein Quaternio-Terminorum-Fehlschluss, der in einer Homonymie durch Formalisierung verborgen ist und sich so äußert:

  1. 2/3 der Wähler*innen wollen eine neue Migrationspolitik
  2. Die CDU will die absolute Mehrheit
    _______________________________________
  3. Fehlschluss: Alle wollen die CDU

Den Wahlkampf auf einem solchen Fehlschluss aufzubauen, wäre möglicherweise zu überdenken.

Nichts ist wirklich neu. Und philosophie- sowie kulturhistorisch gibt es genaue Bezeichnungen für all die Phänomene unserer Gegenwart. Neben Quaternio Terminorum gibt es noch viele andere beliebte Fehlschlüsse:

Cum hoc, ergo propter hoc
oder auch
Post hoc, ergo propter hoc

Aber Quaternio Terminorum ist sicherlich ein Favorit.

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