Um das Wochenende vom 11.-13. Juli 2025 feierte der Gründer des Europa Parks, Roland Mack, und seine Familie mit einer perfekt inszenierten Gala für über 900 Gästen, einer Filmpremiere, einer Sommernachtsparty und weiteren Veranstaltungen das 50-jährige Bestehen des Parks, der seines gleichen sucht.
Der Themenpark schafft mit einem unvergleichlichen Spiel der Authentizitäten und Atmosphären Wohlbefinden, das die Fahrattraktionen umschließt und umgarnt. Das Hybrid aus Nervenkitzel, physischen und psychischen Ausnahmezuständen und Heimeligkeit, erzeugt von den thematisch geordneten Parkarchitekturen, macht die beinahe 1 Mio Quadratmeter des Erlebnis-Resorts greifbar, nahbar, familiär erfahrbar. Obgleich sich hier 20.000-40.000 Menschen pro Tag aufhalten, ermöglichen die historisierenden, aber auch zeitautonom historischen, denkmalgeschützten Gebäude und der Baumbestand des ehemaligen Schlossparks eine ganz besondere Atmosphäre, die sonst nur in Altstädten erreicht werden kann. Ich spreche gerne von der Ästhetik narrativer Möglichkeit: Die Architekturen scheinen durch die Zeit gegangen zu sein, scheinen Ankerpunkte für viele Erzählungen und Anekdoten zu sein. Selbst wenn wir diese Erzählungen nicht kennen, glauben wir, dass es sie gibt. Das in-der-Zeit-gewesen-sein verleiht ihnen die Aura historischer Tiefe, die Wohlbefinden ermöglicht.

Der Europa Park selbst ist wie jeder Park ein Park des Vergnügens. Das Wort Park leitet sich vom Paradies ab, von einem eingezäunten Raum. Genau das ist jeder nicht-öffentliche Park oder auch jeder private Garten. Parks und Gärten sind gut kombinierbar mit hedonistischen Konzepten des Aristippos von Kyrene oder noch präziser des Hedonismus‘ Epikurs. Parks und Gärten sind Orte, in denen die Schmerzen und Sorgen minimiert und ausgeschlossen werden, der Alltag fern steht, und das Vergnügen maximiert werden.
Zwei Interviews zu meinem Blick auf den Parks sind zum Nachlesen und Nachhören erschienen:
Das Jubiläumswochenende 11.-13. Juli 2025 in Bild und Text: Koppelstätter Media