Iconic City – Augsburg

Vorabinformationen zum Vortrag „Iconic City. Eine Augsburger Semiotik zum Verhältnis von Stadt und Bild“, Augsburg 14.-15. Mai 2020

Augsburg wird ein besonderes Verhältnis zum Bild nachgesagt. Im 18. Jahrhundert galt Augsburg als eine Stadt wie ein Bilderbuch. Das lag vordergründig an der Fassadenmalerei, die eine bunte Stadt der Scheinarchitektur, der Illusion, sowie der bildlichen Erzählungen, der Narration war. Beide Strategien, Illusion und Narration, wurden eingesetzt für die Lust an der Imagination, die auf eine Ferne zielte, die vermittels der Malerei eine ästhetische Nähe bekam. Die Produktion sowie der Handel mit Zeichen prägte Augsburg, die auf verschiedenste Wirklichkeiten verwiesen, also im Sinne von Charles S. Peirce icons waren. Lässt sich von einer Iconic City sprechen, von einer Stadt der Imagination anderer Bild- und Erzählräume? Wie verhält sich diese offenbar ausgeprägte Bildleidenschaft der Augsburger mit einer Bevölkerung, die überwiegend evangelisch war? Wie verhält sich Augsburg zum protestantisch-pietistischen Basel, Bremen, auf der anderen Seite aber zu München und Wien? Kann Augsburg wirklich eine Sonderstellung bezüglich der ikonischen Imagination zugeschrieben werde, die über die quantitative Erfassung von Malerei im Stadtraum hinausgeht?

Abbildung: Johann Evangelist Holzer, Bauerntanz, Augsburg 1736.

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